|
Grusswort
|
Mit diesem kleinen Merkvers hat der Heimatkundeunterricht für ungezählte Schüler-generationen unserer Region begonnen. Und so nimmt es auch nicht wunder, dass einer der genannten Flüsse, die Mosel, Mit-Namensgeber war als im Jahre 1890 der Verein für Mosel, Hochwald und Hunsrück gegründet wurde. Sogleich machte sich der junge Verein daran, ein zuverlässiges Reisehandbuch für seinen Bezirk zu schaffen so im Vorwort zu dessen erster Auflage anno 1892, sah sich doch das an Naturschönheiten so reiche, von der Mosel bis zu hessisch-bayrischen und lothringischen Grenze reichende Vereinsgebiet namentlich deshalb von Fremden vernachlässigt und selbst von Nachbarn verkannt, weil es an jenem Wegweiser fehlte.....Das Internet war noch nicht geboren! Die Zeit ist weitergegangen, nicht nur für den unentdeckten Hunsrück, und spätestens sei dem großen Filmepos Heimat des weltweit anerkannten Regisseurs Edgar Reitz, in Morbach, also im Hochwald, geboren und aufgewachsen, weiß man über unser Land hinaus den Hunsrück wenigstens zu lokalisieren, wenn man ihn nicht bereits vor Ort kennengelernt hat. Und dieses Kennlernen wird seit einigen Jahren noch dadurch erleichtert, dass mit dem jetzt zivil genutzten ehemaligen Militärflughafen Hahn im wahrsten Sinne ein Ziel- und Landeplatz zum Umschlag von Tourismus großen Stils entstanden ist. Heute fehlt er nicht mehr: der Wegweiser in unsere schöne Heimat. Neben diesen großen, weithin beachteten Ereignissen, hat aber auch unser Hunsrückverein in seiner über einhundertjährigen Geschichte beharrlich daran gearbeitet, den Hunsrück für die Hunsrücker wie für Fremde zu erschließen und darzustellen. Über 3000 Mitglieder in fast 40 Ortsgruppen erarbeiten alljährlich neue und abwechslungsreiche Programme, unser an Naturschönheiten so reiches Vereinsgebiet auf den Spuren des Ausonius von Trier nach Bingen, auf den Wegen der Kelten von der Mosel zur Nahe, auf dem Rücken des Soonwaldes über Rennweg und Landrichtweg und auf vielen anderen naturnahen, kundig vom Hunsrückverein ausgeschilderten Wegen zu erwandern. Naturkundliche Führungen wie Exkurse in die Geschichte führen ein oder ergänzen das Wissen von Fauna, Flora und Geschichte oder machen bekannt mit den großartigen Instrumenten der berühmten Orgelbauer-Familie Stumm aus dem Hunsrückdorf Sulzbach bei Rhaunen, Kostbarkeiten in vielen Kirchen der näheren und weiteren Umgebung. Der Hunsrückverein e.V. versteht sich also nicht nur als Wanderverein, er begleitet nicht nur die gegenwärtige Geschichte dieser Region, er betrachtet es auch als seine freudig angenommen Verpflichtung, Literatur und Malerei der Vergangenheit neu zu entdecken und lebendig zu erhalten, er fördert gern die Bemühungen der Literaten und Künstler unserer Zeit, wenn sie sich dem Thema Hunsrück verschreiben, wenn sie Wegweiser sind zu unserer Heimat, in der wir alle herzlich willkommen heißen, die eine in weiten Teilen unberührte Landschaft, ihre Eigentümlichkeiten, ihre Geschichte und ihre Zukunft erleben und erkunden möchten. Aufrichtige und arbeitsame Menschen werden bemüht sein mit einer gediegenen Gastronomie und guten Unterkünften gute Gastgeber zu sein.
|